Hans Kahn

Wittelsbachstraße 65

Hans Kahn wurde 1926 in Ludwigshafen geboren. Die Familie wohnte in der Wittelsbachstraße. Der Vater, Rechtsanwalt Dr. Leopold Kahn, konnte seinen Beruf nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten nur noch eingeschränkt ausüben. 1940 wurde Hans Kahn mit seinen Eltern ins Lager Gurs nach Südfrankreich deportiert. 1942 wurde die Familie nach Auschwitz verschleppt und dort ermordet.

Biografie

Recherchen u.a. von Ludwigshafener Jugendlichen bei einer Reise nach Auschwitz

 

Hans Kahn wurde am 8. Juli 1926 in Ludwigshafen geboren als Sohn des Rechtsanwaltes Dr. Leopold Kahn und dessen Ehefrau Frieda. Er hatte einen älteren Bruder, von dem nur bekannt ist, dass er in die USA ausgewandert sein soll. Die Familie wohnte in der Wittelsbachstraße.

 

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage der Familie schnell. Leopold Kahn war als Jude und als Anhänger der Deutschen Demokratischen Partei doppelt verdächtig und wurde entsprechend geschmäht.

 

Wie es Hans in der Schule erging, ist nicht bekannt. Am 22. Oktober 1940 schließlich wurde Hans Kahn mit seinen Eltern in aller Frühe zur Maxschule bestellt und mit den anderen Ludwigshafer Juden ins Lager Gurs nach Südfrankreich deportiert. Die Familie war dort in verschiedenen Lagern festgesetzt. Von Drancy aus wurden die drei Kahns schließlich nach Auschwitz deportiert. Nach den Recherchen, die Jugendliche aus Ludwigshafen in der dortigen Gedenkstätte vorgenommen haben, ist die Familie wohl unmittelbar nach der Ankunft im Vernichtungslager Auschwitz am 16. September 1942 ermordet worden.

Der Stolperstein für Hans Kahn wurde am 03.05.2010 vor dem Wohnhaus in der Wittelsbachstraße 65 verlegt.