Magdalena Haas

Geibelstraße 71

Magdalena Schreiber war SPD-Mitglied und Gewerkschaftsangestellte. Deshalb musste sie 1933 zwei Monate in Haft verbringen. 1934 floh sie zunächst ins Saarland, später nach Toulouse in Frankreich und 1937 schließlich nach Schweden.

Biografie

Recherche Jan Schreiber

 

Magdalena Schreiber wurde am 21. April 1905 in Bad Dürkheim geboren. Ihr Vater Franz Schreiber war Gauleiter der SPD und sie war ebenfalls Mitglied. Magdalena Schreiber war wie ihre Familie freireligiös. Sie ließ sich am 19. Mai 1933 von ihrem ersten Ehemann Franz Bögler scheiden, der ebenfalls SPD-Mitglied war und wegen Verfolgung in die USA emigrierte.

 

Die Gewerkschaft in Ludwigshafen, bei der sie arbeitete, wurde kurz nach der NS-Machtübernahme gleichgeschaltet, weswegen sie entlassen wurde. Daher war sie auf Sozialhilfe angewiesen und lebte von da an auf dem Küchensofa der Familie Tothmann in der Geibelstraße 71 in Ludwigshafen-Friesenheim.

 

Aufgrund der politischen Gesinnung wurden ihr Vater am 1. Mai und sie am 28. November 1933 verhaftet. Die „Schutzhaft“ in Frankenthal dauerte bis zum 2. Februar 1934 und stellte für Magdalena Schreiber eine große psychische und physische Belastung dar. Am 5. Oktober 1934 floh sie zu ihrem Verlobten Adam Haas nach Saarbrücken. Dieser war politisch auch sehr engagiert und teilte Magdalenas Auffassungen, weswegen er ebenfalls von den Nazis verfolgt wurde.

Der Stolperstein für Magdalena Haas wurde am 16. März 2016 vor dem Wohnhaus in der Geibelstraße 71 in Ludwigshafen-Friesenheim verlegt.