Hugo Loew

Dammstraße 18

Hugo Loew kam aus Ruchheim und war Kaufmann. Im Oktober 1940 wurde er nach Gurs deportiert. Für einige Zeit war er im Lager Noé. 1942 wurde er schließlich über Drancy nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Biografie

Hugo Loew war Kaufmann. Er wurde am 16. Februar 1883 in Ruchheim geboren. Seine Eltern waren Isaak Loew II, von Beruf Handelsmann, und Barbara Loew, geb. Herold.

 

Hugo Loew heiratete Antonie (Toni) Mandel aus Kaiserslautern. Am 3. Juni 1915 kam der gemeinsame Sohn Hans zur Welt. Die Wohnung war in der Wittelsbachstraße 69. 1934 wurde die Ehe geschieden.

 

Nach der Progromnacht wurde Hugo Loew am 12. November 1938 in das Konzentrationslager Dachau deportiert – dort blieb er bis zum 12. Januar 1938 inhaftiert. Zuletzt wohnte er in der Dammstraße 21. Am frühen Morgen des 22. Oktober 1940 wurden die in der Pfalz, in Baden und im Saarland lebenden „transportfähigen Juden“ in ihren Wohnungen festgenommen und abtransportiert. Er war einer der 183 Ludwigshafener, die von Ludwigshafen in das südfranzösische Lager Gurs in der Nähe der Pyrenäen deportiert wurden. Am 28. Februar 1941 kam er von Gurs in das Lager Noé, von dort am 22. August 1942 nach Récébédou. Am 28. August 1942 wurde er von Drancy mit Transport Nr. 25 in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht. Dort ist er verschollen – das bedeutet: Er ist ermordet worden.

Der Stolperstein für Hugo Loew wurde am 30. November 2012 vor dem Haus Dammstraße 18 an der Ecke zur Berliner Straße verlegt. Die Adresse Dammstraße 21 existiert nicht mehr.