Max Greilsamer

Lisztstraße 115

Max Greilsamer hatte eine Eisenwarenhandlung in Ludwigshafen. Im Oktober 1940 wurde er zusammen mit seiner Frau Klara und deren Mutter Sabine Rosenbaum nach Gurs in Südfrankreich deportiert. Im August 1942 wurde er über Drancy nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Biografie

Max Greilsamer wurde am 6. März 1877 im badischen Breisach geboren. Seine Eltern waren Raphael Greilsamer und Nanette Greilsamer, geb. Meyer. Er heiratete Klara Rosenbaum aus Neustadt an der Saale, und die beiden gingen nach Ludwigshafen. Max Greilsamer eröffnete zusammen mit Isidor Lefor eine Eisenwarenhandlung in der Schulstraße 8.

 

Die Familie wohnte damals in der Lisztstraße 166. Noch bevor Max Greilsamer im Ersten Weltkrieg kämpfen musste, kam die Tochter Gertrud zur Welt. Am 22. Februar 1922 wurde dann der Sohn Richard geboren.

 

1928/29 zog die Familie um die Lisztstraße 115. Nachdem die Nationalsozialisten an die Macht kamen, konnte das Eisenwarengeschäft noch einige Jahre überleben. Bis 1938 war es im Adressbuch der Stadt Ludwigshafen verzeichnet.

 

Am 22. Oktober 1940 wurden Max Greilsamer und seine Frau Klara ins südfranzösische Lager Gurs deportiert. Dabei war auch seine Schwiegermutter Sabine Rosenbaum, die inzwischen auch in der Lisztstraße 115 lebte. Die drei beantragten ihre Auswanderung in die USA. Max Greilsamer kam kurz darauf zwar in das Auswanderungslager Les Milles, aber die Flucht in die USA kam nicht mehr zustande. Im August 1942 wurden Max und Klara Greilsamer über Drancy nach Auschwitz deportiert, wo sie ermordet wurden. Sabine Rosenbaum kam in das Lager Noé und starb dort am 8. Januar 1943.

 

Der Tochter Gertrud war es gelungen, in die USA zu flüchten. Der Sohn Richard flüchtete zunächst nach Frankreich, wurde jedoch in Marseille verhaftet und im August 1942 ebenfalls nach Auschwitz deportiert.

Der Stolperstein für Max Greilsamer wurde am 26. März 2009 vor dem Wohnhaus in der Lisztstraße 115 verlegt.