Stolpersteinverlegung und Gedenkfeier am 28.10.

-> Verlegeorte und Programm

Am Montag, 28. Oktober, wird der Künstler Gunter Demnig 23 Stolpersteine in verschiedenen Ludwigshafener Stadtteilen verlegen. Allein in der Maxstraße sind drei Verlegungen vorgesehen, bei denen an Menschen erinnert wird, die aus ganz unterschiedlichen Gründen unter den Nationalsozialisten zu leiden hatten wurden: Die jüdische Familie Durlacher wurde 1938 nach Polen deportiert, Friedrich Schott war im Widerstand aktiv, und Otto Scheuerbrand wurde wegen seiner Homosexualität verfolgt.

Am Abend nach der Verlegung finden ein Konzert und ein Empfang im Hack-Museum statt. Zur Begrüßung um 19 Uhr spricht Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck. "Lieder aus dem Lager" - eine Komposition von Jefferson Schoepflin - werden von Musikern der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Tristan Meister ab 20 Uhr zu hören sein. Daran werden auch Nachkommen der verfolgten Ludwigshafener teilnehmen. Einige von ihnen reisen eigens für diesen Tag des Gedenkens aus Israel, England und der Schweiz an.

Erinnert wird an diesem Abend auch an die Vertreibung von 166 polnisch-stämmigen Juden, die am 28. Oktober 1938 aus Ludwigshafen ausgewiesen wurden. Die so genannten „Ostjuden“ hatten in der Heinigstraße eine eigene Synagoge an der Stelle, wo heute die Staatsphilharmonie steht. Im Anschluss an die Veranstaltung im Hack-Museum wird die Außenwand der Staatsphilharmonie mit alten Aufnahmen dieser Synagoge illuminiert.

"Der Kaiser von Atlantis" - eine Oper aus dem KZ Theresienstadt

In einer Lagerhalle an der Ludwigshafener Rheinallee wurde Anfang Dezember 2019 die im KZ Theresienstadt entstandene Kammeroper "Der Kaiser von Atlantis - Die Tod-Verweigerung" aufgeführt.

Eine Dokumentation des Opernprojekts gibt es jetzt auch in gedruckter Form. Das Heft enthält viele Bilder von den Proben und von der Umgestaltung der Rhenus-Halle zur Opernbühne. Es ist im Stadtarchiv in der Rottstraße 17 kostenlos erhältlich.