Building Memories. Building Future. Erinnerung schaffen. Zukunft gestalten.

Fachtagung Gedenkpädagogik am Donnerstag, 27.09.2018, 12:30 - 18:30 im Ernst-Bloch-Zentrum, Walzmühlstraße 63, Ludwigshafen am Rhein.

-> zur Anmeldung

12:30 Ankommen zu Tee und Kaffee

13:00 Beginn der Tagung
Begrüßung: Dr. Matthias Mayer, Ernst-Bloch-Zentrum
Grußwort: Dr. Stefanie Hubig, Ministerin für Bildung RLP
Anstöße: Monika Kleinschnitger, Lu setzt Stolpersteine e.V.

13:30 - 14:30 Diskussion
Gedenkstättenbesuch als Pflichtprogramm für Schüler/-innen in Rheinland-Pfalz?
Dr. Stefanie Hubig, Ministerin für Bildung RLP,
trifft Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ Gedenkstätte Flossenbürg
Moderation: Bernhard Kukatzki, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung RLP

14:45 – 15:15 Impuls
Story-Telling im Web als neue Form des Gedenkens
Maurice Kuhn, Lu setzt Stolpersteine e.V.

15:15 – 16:15 Diskussion
War der Antisemitismus nie weg? Zeichen setzen gegen Antisemitismus heute!
Dieter Burgard, Antisemitismusbeauftragter RLP,
trifft Dr. Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt
Moderation: Hans-Uwe Daumann, stv. Geschäftsführer m+b.com

16:15 - 16:30 Pause mit Tee und Kaffee

16:30 - 18:00 Workshopangebote
Sie haben zu Beginn der Tagung die Möglichkeit, einen Workshop auszuwählen.

-> zu den Beschreibungen der Workshops

1. Der Kaiser von Atlantis: Fächerübergreifende Zugänge zur Kunst im KZ Theresienstadt
Referentinnen: Vera Gotsmann und Simone Betz, Heinrich-Böll-Gymnasium Ludwigshafen
2. Wie das Netz antisemitische Witze macht: Antisemitismus im Netz
Referent: Michael Wörner-Schappert, jugendschutz.net
3. Story-Telling im Web als neue Form des Gedenkens
Referent: Maurice Kuhn, Lu setzt Stolpersteine e.V.
4. M.E.E.T: Digital civil courage? Media education for Equity, Tolerance and Democracy (in deutscher
Sprache)
Referent*innen: Katja Mayer und Mario Di Carlo, m+b.com
5. Szenisches Spiel als Zugang zur Gedenkarbeit
Referentin: Lea Fandrey, Lu setzt Stolpersteine e.V.

Bis 18:30 Diskussion der Ergebnisse

Infopoints im Nebenraum:
Geschichten erzählen Geschichte
Koffer gepackt und überlebt. Die Geschichte der Ursula Michel.
(Kurzfilm und Unterrichtsmaterialien)

Linius-Präsentation zum Schicksal von Max Diamant:
Exilant, Fluchthelfer, Gewerkschafter

Digitale Zugänge für die Erinnerungsarbeit:
Stolpersteine App
Hörstolpersteine (SWR und Lu setzt Stolpersteine e.V.)

Zeugen der Zeit:
Koordinierungsstelle für Zeitzeugengespräche im Unterricht in Rheinland-Pfalz
(Ulrich Eymann)

Kooperationspartner: Ernst-Bloch-Zentrum, jugendschutz.net, Landeszentrale für politische
Bildung Rheinland-Pfalz, LAG Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen der NS-Zeit in RLP, m+b.com, Pädagogisches Landesinstitut RLP, Rat für Kriminalitätsverhütung der Stadt LU

12. Stolpersteinverlegung in Ludwigshafen mit Gunter Demnig

Am Montag, 14.05.2018, wurden in Ludwigshafen 16 weitere Stolpersteine verlegt:

Fußgönheimer Straße 43 (Ruchheim)
-> Martha Leva, -> Ludwig Otto Leva

In den Aspen 24 (Nord/Hemshof)
-> Dina Berner, Dr. Otto Meyer

Kaiser-Wilhelm-Straße 76 (West)
-> Christian Könninger

Benckiserstraße 75 (Mitte)
-> Friedrich Kirn

Ludwigstraße 38 (Mitte)
-> Rosa Metzger, Helmut Metzger

Mundenheimer Straße 245 (Süd)
-> Max Diamant, Anni Diamant, Arnold Diamant

Lisztstraße 176 (Süd)
-> Rudolf Fetsch, Hedwig Fetsch, Wolfgang Fetsch
-> Dr. Siegfried Rothenberg, Anna Rothenberg

(Klick auf den Pfeil zeigt die Anwohnerinformation an)

Frühjahrsprogramm 2018: Wanderung zum Asselstein

Fast ein Himmelfahrtskommando: Am 6. Mai 1934 traf sich eine Gruppe von Sozialdemokraten und Sozialisten als Wanderer getarnt am Asselstein beim südpfälzischen Annweiler. Sie wollten die illegale Arbeit im Deutschen Reich vernetzen und den Widerstand koordinieren. 

Wenige Monate später wurden die meisten infolge einer größeren Flugblattaktion verhaftet und wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu teils mehrjährigen Zuchthausstrafen verurteilt. Die Strukturen der Untergrundorganisationen wurden nach und nach aufgedeckt und vernichtet.

Am 14. Mai 2018 wird in Ludwigshafen erstmals für ein Mitglied dieser Gruppe ein Stolperstein verlegt. Fritz (Friedrich) Kirn, Installateur aus Ludwigshafen, Vorsitzender der Sozialistischen Arbeiterjugend, Mitglied der Freireligiösen Gemeinde Ludwigshafen und 1933 einer der letzten SPD-Stadträte, wurde wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zu einem Jahr und 8 Monaten Gefängnis verurteilt. Von September 1934 bis August 1937 war er inhaftiert, davon fast eineinhalb Jahre im KZ Dachau.

-> Flyer zum Frühjahrsprogramm