Erinnern heute - und morgen?

Fachtagung, Lesung und Ausstellungseröffnung im Rahmen des Begleitprogramms zur Eröffnung der bundesweiten Woche der Brüderlichkeit in Ludwigshafen

Donnerstag, 19. Februar 2015
Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen

Kooperationspartner: AK Ludwigshafen setzt Stolpersteine, medien+bildung.com, Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen, Ev. Akademie der Pfalz, Stadtarchiv Ludwigshafen

13.30 Begrüßung
Klaus Kufeld, EBZ / Monika Kleinschnitger, Stolpersteine Lu
Dieter Burgard (LAG Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit RLP)

13.45 Impuls und Diskussion
Dr. Thomas Lutz: Erinnern heute – und morgen?
Leiter Gedenkstättenreferat der Stiftung Topographie des Terrors, Berlin.

15.00 – 15.30        Pause

15.30 Diskussion und Debatte
Aktuelle Herausforderungen der Erinnerungskultur
Dr. Thomas Lutz
Dieter Burgard
Dr. Walter Rummel, Landesarchiv Speyer
Marion Tauschwitz, Schriftstellerin
Dr. Christoph Picker, Ev. Akademie der Pfalz
Moderation: Johannes Graßl, Stolpersteine Lu

16.30 Workshoprunde
Auf den Spuren in der eigenen Familie: Max Diamant
Doris Diamant Siebert und Hans-Uwe Daumann, m+b.com

"The little suitcase"
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Regionalgeschichte im Film, Judith Rhodes, Tochter einer Ludwigshafener Überlebenden, (in englischer Sprache)

Vom Stolperstein zur App
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Schüler/-innen des Staatl. Pfalz-Kollegs, Steffen Griesinger, m+b.com

Abrahamsschule – ein Pokal fordert Verantwortung!
Anke Lind, IGS Ernst-Bloch

Erinnerungsort Archiv
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 Dr. Stefan Mörz, Stadtarchiv Ludwigshafen. Birgitt Booz, BBS Technik I

18.00 Abschluss im Plenum

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-> Rede von Wilfried Saur zur Ausstellungseröffnung

"Ich habe keine Zeit gehabt zuende zu schreiben"

Selma Merbaum - dieses Bild hat der Künstler Wilfried Saur eigens für diese Veranstaltung angefertigt

Donnerstag, 19. Februar 2015
Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen

Selma Merbaum - Biografie und Gedichte
Lesung Marion Tauschwitz

Selma Merbaum starb 1942, achtzehn Jahre alt, als verfolgte Jüdin in dem deutschen Zwangsarbeitslager Michailowka in der Ukraine. Sie konnte gerade einmal 57 Gedichte handschriftlich hinterlassen, die sie zu ihrem einzigen erhaltenen Band »Blütenlese« zusammenstellte, dem sie als letzten Satz anfügte: »Ich habe keine Zeit gehabt zuende zu schreiben …« Diese Gedichte überstanden den Krieg auf abenteuerliche Weise.

Über das Leben der Dichterin Selma Merbaum aus Czernowitz war bisher so gut wie nichts bekannt. Die Autorin Marion Tauschwitz hat in jahrelanger Forschung Daten, Ereignisse und Fakten über die junge Künstlerin gesammelt und eine spannende, einfühlsame Biografie geschrieben.